| Genre | Hip-Hop |
|---|---|
| Date (CEST) | 2025-09-25 18:11:09 |
| Group | MOD |
| Size | 78 MB |
| Files | 16 |
| M3U / SFV / NFO | |
RAF_Camora_-_FOREVER-DE-2025-MOD
Infos
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Tracklist (M3U)
| # | Filename | Artist | Songname | Bitrate | BPM |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 01-raf_camora_-_eden.mp3 | RAF Camora | Eden | 281 | Unknown |
| 2 | 02-raf_camora_-_rossi.mp3 | RAF Camora | Rossi | 274 | Unknown |
| 3 | 03-raf_camora_-_connected_feat._reezy.mp3 | RAF Camora | CONNECTED feat. Reezy | 271 | Unknown |
| 4 | 04-raf_camora_-_muss_nicht_mehr_scheinen.mp3 | RAF Camora | Muss Nicht Mehr Scheinen | 270 | Unknown |
| 5 | 05-raf_camora_-_squadra.mp3 | RAF Camora | Squadra | 281 | Unknown |
| 6 | 06-raf_camora_-_bottega.mp3 | RAF Camora | Bottega | 273 | Unknown |
| 7 | 07-raf_camora_-_odysee.mp3 | RAF Camora | Odysee | 278 | Unknown |
| 8 | 08-raf_camora_-_wow_feat._bausa.mp3 | RAF Camora | WOW feat. Bausa | 271 | Unknown |
| 9 | 09-raf_camora_-_cut.mp3 | RAF Camora | Cut | 276 | Unknown |
| 10 | 10-raf_camora_-_jupiter_feat._apache_207.mp3 | RAF Camora | JUPITER feat. Apache 207 | 272 | Unknown |
| 11 | 11-raf_camora_-_sawasdee_kap.mp3 | RAF Camora | Sawasdee Kap | 273 | Unknown |
| 12 | 12-raf_camora_-_kein_drama.mp3 | RAF Camora | Kein Drama | 278 | Unknown |
| 13 | 13-raf_camora_-_ocean_feat._ufo361.mp3 | RAF Camora | OCEAN feat. Ufo361 | 267 | Unknown |
| 14 | 14-raf_camora_-_jubilaeum.mp3 | RAF Camora | Jubiläum | 273 | Unknown |
| 15 | 15-raf_camora_-_anthrazit_forever.mp3 | RAF Camora | Anthrazit Forever | 269 | Unknown |
| 16 | 16-raf_camora_-_out_of_the_dark.mp3 | RAF Camora | Out Of The Dark | 265 | Unknown |
NFO
Musical Over Dose
is proud to present
Since January 2002
another new release, have fun
.: about release :.
Name .:. RAF Camora - FOREVER
Genre : Hip-Hop
Source : CDDA
Type .:. Album
Artist : RAF Camora
Label : Indipendenza under exclusive license to Groove Attack
Titel : FOREVER
Tracks : 16
Playtime : 39:54
Size : 78,12 MB
Encoder : VBRNEW - LAME3.100 - V0
Quality : VBR kbps / 44.1kHz / Joint-Stereo
Bitrate : avg. 273kbps
[ Tracklist ]
01.Eden 02:20
02.Rossi 02:10
03.CONNECTED feat. Reezy 02:38
04.Muss Nicht Mehr Scheinen 02:25
05.Squadra 02:18
06.Bottega 02:25
07.Odysee 02:25
08.WOW feat. Bausa 02:28
09.Cut 02:31
10.JUPITER feat. Apache 207 02:44
11.Sawasdee Kap 02:34
12.Kein Drama 02:57
13.OCEAN feat. Ufo361 02:26
14.Jubilaeum 02:51
15.Anthrazit Forever 01:53
16.Out Of The Dark 02:49
Total 39:54 Min
RAF Camora bleibt ein Aushaengeschild von Deutschrap
und gehoert ohne Zweifel zu den praegenden Figuren des
letzten Jahrzehnts. Mit "Palmen Aus Plastik" und
Bonez MC katapultierte er Dancehall, Strassenrap und
Afrobeats in den Mainstream. Doch was einst
vielleicht einmal visionaer klang, wirkt 2025 wie
eine Endlosschleife: Hochglanzproduktionen,
inhaltsleere Texte, Autotune-Matsch. "Forever" will
an alte Groesse anknuepfen, liefert aber nur Routine.
Statt frischer Vision gibts Monotonie, Belanglos-
Inhalt mit immer denselben Themen zwischen Reichtum,
Rastlosigkeit und Selbstinszenierung sowie das
routinierte Wiederholen der eigenen Erfolgsformel û
mit abnehmender Strahlkraft. Wer die urbane Pop-
Aesthetik von RAF Camora mag, wird mit "Forever"
seinen Spass haben. Fuer mich ist das Album aber eher
Strassenrap-Klischee und ein Symbol dafuer, was im
deutschsprachigen Rap alles schieflaeuft.
Los gehts noch stabil mit "Eden": epischer Aufbau,
inhaltlich halbwegs kohaerent û einer der besseren
Momente des Albums. "Rossi" legt mit treibendem Beat
nach, ironisch-lustige Lines inklusive. Tanzbar und
mit Dancehall-/Afrobeats-Vibes zum Hueftekreisen, ja,
aber textlich so lose zusammengewuerfelt, dass es
kaum ueber Instagram-Caption-Niveau hinauskommt.
Zeilen wie "Lege mein Geld an wie Zlatan", was sich
wohl auf Fussballer Zlatan Ibrahimovic bezieht,
hinterlassen mehr Fragen, als sie Antworten geben.
Ibrahimovic investiert sein Geld naemlich unter
anderem in den Fussballclub AC Mailand, und mit
Fussball hat RAF Camora nicht sonderlich viel zu tun.
Was solls, Hauptsache einen bekannten Namen erwaehnt,
oder?
"Connected" mit Reezy eroeffnet vollends den
Abwaertsstrudel. Eine Drogen-Hymne auf
durchgaloppierendem Standardbeat ohne Varianz. Reezy
bringt wenigstens etwas Flow rein. Inhaltlich werden
streckenweise einfach unterschiedliche Substanzen
aufgezaehlt, waehrend eine Autotune-verzogene
weibliche Stimme zwischendrin "Tell me how you like
it" raunt. "Gib mir deine Power bis zur Afterhour",
murmelt RAF Camora mit Autotune-verzerrter Stimme
mehr, als er rappt. Vielleicht ist eine Afterhour
genau der Ort, bei dem der inhaltsleere, ins
Mikrofon gestammelte Rap ueberhaupt noch ankommt.
Dann, wenn nach drei Tagen wach auf starken
Amphetaminen die Gehirnzellen so maltraetiert wurden,
dass RAF Camoras niedrigschwelliger Textinhalt der
einzig noch zu verarbeitende aeussere Reiz ist. Mir
jedenfalls gibt der Song in nuechternem Zustand
definitiv keine Power, sondern entzieht mir eher
Lebensenergie.
Auch "Bottega" bleibt symptomatisch: Beat stabil
(unaufdringlich, aber eingaengig), Rap unverstaendlich
verzerrt, inhaltlich mit Markenreferenzen so
aussagekraeftig wie die Maoam-Werbung: "Sie will
keinen Mann, sie will die Welt / Bottega voller
Scheine wie Tokio / Maenner spielt sie wie auf 'ner
Nintendo / Fuer sie alle Steine wie Domino / Viele
schwere Jungs in ihrem Netz / Damit steht sie ueber
dem Gesetz (ah) / V.I.P., nur wenn sie dich laesst,
ey." RAF Camora klingt so lethargisch, als wuerde er
etwas zu bekifft fuenf Meter entfernt vom Mikro auf
der Couch luemmeln. "Squadra" zieht zwar das Tempo
hoch und pumpt mit Techno-Drops, doch selbst wenn
der Beat zieht, stolpert er ueber seine Autotune-
Lastigkeit und unpraezise Texte. Wenigstens blitzt
kurz Gesellschaftskritik auf: "Und glaub' denen nix
wie Politik". Tiefgruendiger wirds auch fast nicht
mehr.
Gerade in der Mitte von "Jupiter", wenn sich Apache
207s und RAF Camoras leicht gesungene Parts
abwechseln, zeigt der Feature-Song gnadenlos, wo
mehr Talent schlummert: Das eine klingt nach Musik,
das andere grenzt an Arbeitsverweigerung. Kein
Wunder, dass RAFs groesste Erfolge meist Features
waren. Inhaltlich ist der Track uebrigens kein
sonderlicher Hochgenuss: "Schnapp, schnapp, schnapp
/ Komme mit Apache, mache ein Duell / Warum so
frech? Du bist mein Double / Bruder, um dich zu
(ah), brauch ich kein'n Duden, ah." Vielleicht haette
ein Duden bei der Albumproduktion fuer etwas mehr
Sprachvarianz sowie Kohaerenz zwischen einzelnen
Saetzen jedoch nicht geschadet.
Gleiches bei "Ocean" mit Ufo361: Beat und Hook
bieten beim halb deutschen, halb englischen Song
etwas Abwechslung, Ufo zeigt, dass auch er RAF
Camoras Autotune-Tristesse problemlos kopieren kann:
ein belangloser Modus-Mio-Klon. Textlich bleibts bei
Urlaub, Chicas und Verkehrsmitteln: "Steig' auf die
Yacht / Fahr'n durchs Meer wie 'ne U-Bahn / Viel
Tapas auf ein Tablett (Tablett) / Sortiment fuer die
Sheytanas / Woll'n mit mir ein Quartett (Quartett) /
Dessous unter den Pyjamas / Hajar im Bett, bin open
/ Trink' Magic Potion / Mit Blick auf Ocean."
Selten kriegt RAF Camora die Kurve. "Cut" hat einen
melancholischen Vibe und ist inhaltlich einer der
staerkeren Tracks des Albums. Es geht zwar nur darum,
im Leben einen Cut zu machen, was fuer ihn
offensichtlich hauptsaechlich einen Umzug in eine
andere Stadt bedeutet, oder einen nicer Dubai-
Urlaub, aber er beschaeftigt sich zumindest kohaerent
mit einem Thema. "Jubilaeum" sticht positiv heraus:
verstaendlicher Rap ohne Autotune, guter Flow, mit
Storytelling und Kopfnicker-Beat û ploetzlich
erinnert man sich daran, dass RAF Camora mal
wirklich was konnte. Auch "Anthrazit Forever" klingt
vom Flow zumindest so, als haette er den Song im
Stehen aufgenommen. Man muss zuerst durch ein bis
zur Unverstaendlichkeit vernuscheltes, lustloses
Intro, um dann aber wenigstens einen Text zu
bekommen, der um mehr geht als nur Frauen und Drogen
und Luxusobjekte: "War nie mein Ziel, mal ihr Star
zu sein / Der Himmel ist dark, seh Sterne noch
heller / Doch irgendwann ist selbst das vorbei."
Doch diese Lichtblicke bleiben rar. Stattdessen
herrscht viel Schablone: "Kein Drama" und "Sawasdee
Kap" klingen wie klassische Shisha-Bar-Song, die auf
dem Album einfach mitlaufen. "Wow" (feast. Bausa)
reiht sich mit hohlen Autotune-Phrasen in die
Belanglos-Riege ein û irgendwie geht es immer um
Frauen und Autos. "Muss Nicht Mehr Scheinen" ist
technisch solide, mit eingaengigem Refrain, der Stil
muss einem halt gefallen. Ebenfalls kein Highlight,
aber immerhin auch ein Song, der nicht komplett
zerfaellt. Gut, dass RAF Camora nicht mehr scheinen
muss, er tut es naemlich auch offensichtlich nicht
mehr.
Der abschliessende Bonus-Track "Out Of The Dark" ist
dann eine wirklich unsaegliche Falco-
Neuinterpretation, die mich als leidenschaftlichen
Falco-Fan persoenlich beleidigt. Der Original-Refrain
wird ohne den urspruenglichen Kontext entstellt und
mit einem Pop-Beat verwaessert. Das ist keine
Hommage, eher eine Schaendung. Falco wuerde sich im
Grab umdrehen, wenn er in einem Track mit seiner
Stimme solch fast krude Lines hoert wie: "Frequenz,
Cybertruck, Mann / Kein Benz, rauch' Ketama /
Bewaffnet und sehr intelligent / Keiner fickt mit
Vienna / Probier, wenn du willst / Hol mir Mila
Kunis / Out of the dark, out of the dark / Bruder,
bin dort, wo du nicht bist (ahh)."
Unterm Strich bietet "Forever" zu viele Wegwerf-
Tracks und zu wenige Highlights. "Eden", "Jubilaeum",
ein paar Beat-Ideen: Das wars. Innovation?
Fehlanzeige. Das altbekannte Problem bleibt: RAF
Camora wiederholt seine Erfolgsformel, ohne neue
Akzente zu setzen. Viel Autotune-Gewaber, viel
Oberflaechlichkeit, immer wieder Frauen, Luxus, Autos
und Drogen, aber kaum Neues, kaum Leidenschaft. Die
Features retten, was zu retten ist, doch selbst sie
wirken manchmal wie durchgeschleust.
"Forever" klingt nach einem Kuenstler, der mehr an
seine Marke als an seine Musik glaubt, auch genauso
uninspiriert. Wer noch die Vision von damals vor
Augen hat, wird hier mit ernuechternder Routine
enttaeuscht. Dabei war RAF Camora ja einmal der
Visionaer, der Deutschrap veraenderte. Doch heute
wirkt er nur noch wie ein Schatten seiner selbst:
zwar noch gross produziert, aber inhaltsleer und vom
eigenen Sound gelangweilt.
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