RAF_Camora_-_FOREVER-DE-2025-MOD

Tracklist (M3U)
# Filename Artist Songname Bitrate BPM
1 01-raf_camora_-_eden.mp3 RAF Camora Eden 281 Unknown
2 02-raf_camora_-_rossi.mp3 RAF Camora Rossi 274 Unknown
3 03-raf_camora_-_connected_feat._reezy.mp3 RAF Camora CONNECTED feat. Reezy 271 Unknown
4 04-raf_camora_-_muss_nicht_mehr_scheinen.mp3 RAF Camora Muss Nicht Mehr Scheinen 270 Unknown
5 05-raf_camora_-_squadra.mp3 RAF Camora Squadra 281 Unknown
6 06-raf_camora_-_bottega.mp3 RAF Camora Bottega 273 Unknown
7 07-raf_camora_-_odysee.mp3 RAF Camora Odysee 278 Unknown
8 08-raf_camora_-_wow_feat._bausa.mp3 RAF Camora WOW feat. Bausa 271 Unknown
9 09-raf_camora_-_cut.mp3 RAF Camora Cut 276 Unknown
10 10-raf_camora_-_jupiter_feat._apache_207.mp3 RAF Camora JUPITER feat. Apache 207 272 Unknown
11 11-raf_camora_-_sawasdee_kap.mp3 RAF Camora Sawasdee Kap 273 Unknown
12 12-raf_camora_-_kein_drama.mp3 RAF Camora Kein Drama 278 Unknown
13 13-raf_camora_-_ocean_feat._ufo361.mp3 RAF Camora OCEAN feat. Ufo361 267 Unknown
14 14-raf_camora_-_jubilaeum.mp3 RAF Camora Jubiläum 273 Unknown
15 15-raf_camora_-_anthrazit_forever.mp3 RAF Camora Anthrazit Forever 269 Unknown
16 16-raf_camora_-_out_of_the_dark.mp3 RAF Camora Out Of The Dark 265 Unknown
NFO
Musical Over Dose is proud to present Since January 2002 another new release, have fun .: about release :. Name .:. RAF Camora - FOREVER Genre : Hip-Hop Source : CDDA Type .:. Album Artist : RAF Camora Label : Indipendenza under exclusive license to Groove Attack Titel : FOREVER Tracks : 16 Playtime : 39:54 Size : 78,12 MB Encoder : VBRNEW - LAME3.100 - V0 Quality : VBR kbps / 44.1kHz / Joint-Stereo Bitrate : avg. 273kbps [ Tracklist ] 01.Eden 02:20 02.Rossi 02:10 03.CONNECTED feat. Reezy 02:38 04.Muss Nicht Mehr Scheinen 02:25 05.Squadra 02:18 06.Bottega 02:25 07.Odysee 02:25 08.WOW feat. Bausa 02:28 09.Cut 02:31 10.JUPITER feat. Apache 207 02:44 11.Sawasdee Kap 02:34 12.Kein Drama 02:57 13.OCEAN feat. Ufo361 02:26 14.Jubilaeum 02:51 15.Anthrazit Forever 01:53 16.Out Of The Dark 02:49 Total 39:54 Min RAF Camora bleibt ein Aushaengeschild von Deutschrap und gehoert ohne Zweifel zu den praegenden Figuren des letzten Jahrzehnts. Mit "Palmen Aus Plastik" und Bonez MC katapultierte er Dancehall, Strassenrap und Afrobeats in den Mainstream. Doch was einst vielleicht einmal visionaer klang, wirkt 2025 wie eine Endlosschleife: Hochglanzproduktionen, inhaltsleere Texte, Autotune-Matsch. "Forever" will an alte Groesse anknuepfen, liefert aber nur Routine. Statt frischer Vision gibts Monotonie, Belanglos- Inhalt mit immer denselben Themen zwischen Reichtum, Rastlosigkeit und Selbstinszenierung sowie das routinierte Wiederholen der eigenen Erfolgsformel û mit abnehmender Strahlkraft. Wer die urbane Pop- Aesthetik von RAF Camora mag, wird mit "Forever" seinen Spass haben. Fuer mich ist das Album aber eher Strassenrap-Klischee und ein Symbol dafuer, was im deutschsprachigen Rap alles schieflaeuft. Los gehts noch stabil mit "Eden": epischer Aufbau, inhaltlich halbwegs kohaerent û einer der besseren Momente des Albums. "Rossi" legt mit treibendem Beat nach, ironisch-lustige Lines inklusive. Tanzbar und mit Dancehall-/Afrobeats-Vibes zum Hueftekreisen, ja, aber textlich so lose zusammengewuerfelt, dass es kaum ueber Instagram-Caption-Niveau hinauskommt. Zeilen wie "Lege mein Geld an wie Zlatan", was sich wohl auf Fussballer Zlatan Ibrahimovic bezieht, hinterlassen mehr Fragen, als sie Antworten geben. Ibrahimovic investiert sein Geld naemlich unter anderem in den Fussballclub AC Mailand, und mit Fussball hat RAF Camora nicht sonderlich viel zu tun. Was solls, Hauptsache einen bekannten Namen erwaehnt, oder? "Connected" mit Reezy eroeffnet vollends den Abwaertsstrudel. Eine Drogen-Hymne auf durchgaloppierendem Standardbeat ohne Varianz. Reezy bringt wenigstens etwas Flow rein. Inhaltlich werden streckenweise einfach unterschiedliche Substanzen aufgezaehlt, waehrend eine Autotune-verzogene weibliche Stimme zwischendrin "Tell me how you like it" raunt. "Gib mir deine Power bis zur Afterhour", murmelt RAF Camora mit Autotune-verzerrter Stimme mehr, als er rappt. Vielleicht ist eine Afterhour genau der Ort, bei dem der inhaltsleere, ins Mikrofon gestammelte Rap ueberhaupt noch ankommt. Dann, wenn nach drei Tagen wach auf starken Amphetaminen die Gehirnzellen so maltraetiert wurden, dass RAF Camoras niedrigschwelliger Textinhalt der einzig noch zu verarbeitende aeussere Reiz ist. Mir jedenfalls gibt der Song in nuechternem Zustand definitiv keine Power, sondern entzieht mir eher Lebensenergie. Auch "Bottega" bleibt symptomatisch: Beat stabil (unaufdringlich, aber eingaengig), Rap unverstaendlich verzerrt, inhaltlich mit Markenreferenzen so aussagekraeftig wie die Maoam-Werbung: "Sie will keinen Mann, sie will die Welt / Bottega voller Scheine wie Tokio / Maenner spielt sie wie auf 'ner Nintendo / Fuer sie alle Steine wie Domino / Viele schwere Jungs in ihrem Netz / Damit steht sie ueber dem Gesetz (ah) / V.I.P., nur wenn sie dich laesst, ey." RAF Camora klingt so lethargisch, als wuerde er etwas zu bekifft fuenf Meter entfernt vom Mikro auf der Couch luemmeln. "Squadra" zieht zwar das Tempo hoch und pumpt mit Techno-Drops, doch selbst wenn der Beat zieht, stolpert er ueber seine Autotune- Lastigkeit und unpraezise Texte. Wenigstens blitzt kurz Gesellschaftskritik auf: "Und glaub' denen nix wie Politik". Tiefgruendiger wirds auch fast nicht mehr. Gerade in der Mitte von "Jupiter", wenn sich Apache 207s und RAF Camoras leicht gesungene Parts abwechseln, zeigt der Feature-Song gnadenlos, wo mehr Talent schlummert: Das eine klingt nach Musik, das andere grenzt an Arbeitsverweigerung. Kein Wunder, dass RAFs groesste Erfolge meist Features waren. Inhaltlich ist der Track uebrigens kein sonderlicher Hochgenuss: "Schnapp, schnapp, schnapp / Komme mit Apache, mache ein Duell / Warum so frech? Du bist mein Double / Bruder, um dich zu (ah), brauch ich kein'n Duden, ah." Vielleicht haette ein Duden bei der Albumproduktion fuer etwas mehr Sprachvarianz sowie Kohaerenz zwischen einzelnen Saetzen jedoch nicht geschadet. Gleiches bei "Ocean" mit Ufo361: Beat und Hook bieten beim halb deutschen, halb englischen Song etwas Abwechslung, Ufo zeigt, dass auch er RAF Camoras Autotune-Tristesse problemlos kopieren kann: ein belangloser Modus-Mio-Klon. Textlich bleibts bei Urlaub, Chicas und Verkehrsmitteln: "Steig' auf die Yacht / Fahr'n durchs Meer wie 'ne U-Bahn / Viel Tapas auf ein Tablett (Tablett) / Sortiment fuer die Sheytanas / Woll'n mit mir ein Quartett (Quartett) / Dessous unter den Pyjamas / Hajar im Bett, bin open / Trink' Magic Potion / Mit Blick auf Ocean." Selten kriegt RAF Camora die Kurve. "Cut" hat einen melancholischen Vibe und ist inhaltlich einer der staerkeren Tracks des Albums. Es geht zwar nur darum, im Leben einen Cut zu machen, was fuer ihn offensichtlich hauptsaechlich einen Umzug in eine andere Stadt bedeutet, oder einen nicer Dubai- Urlaub, aber er beschaeftigt sich zumindest kohaerent mit einem Thema. "Jubilaeum" sticht positiv heraus: verstaendlicher Rap ohne Autotune, guter Flow, mit Storytelling und Kopfnicker-Beat û ploetzlich erinnert man sich daran, dass RAF Camora mal wirklich was konnte. Auch "Anthrazit Forever" klingt vom Flow zumindest so, als haette er den Song im Stehen aufgenommen. Man muss zuerst durch ein bis zur Unverstaendlichkeit vernuscheltes, lustloses Intro, um dann aber wenigstens einen Text zu bekommen, der um mehr geht als nur Frauen und Drogen und Luxusobjekte: "War nie mein Ziel, mal ihr Star zu sein / Der Himmel ist dark, seh Sterne noch heller / Doch irgendwann ist selbst das vorbei." Doch diese Lichtblicke bleiben rar. Stattdessen herrscht viel Schablone: "Kein Drama" und "Sawasdee Kap" klingen wie klassische Shisha-Bar-Song, die auf dem Album einfach mitlaufen. "Wow" (feast. Bausa) reiht sich mit hohlen Autotune-Phrasen in die Belanglos-Riege ein û irgendwie geht es immer um Frauen und Autos. "Muss Nicht Mehr Scheinen" ist technisch solide, mit eingaengigem Refrain, der Stil muss einem halt gefallen. Ebenfalls kein Highlight, aber immerhin auch ein Song, der nicht komplett zerfaellt. Gut, dass RAF Camora nicht mehr scheinen muss, er tut es naemlich auch offensichtlich nicht mehr. Der abschliessende Bonus-Track "Out Of The Dark" ist dann eine wirklich unsaegliche Falco- Neuinterpretation, die mich als leidenschaftlichen Falco-Fan persoenlich beleidigt. Der Original-Refrain wird ohne den urspruenglichen Kontext entstellt und mit einem Pop-Beat verwaessert. Das ist keine Hommage, eher eine Schaendung. Falco wuerde sich im Grab umdrehen, wenn er in einem Track mit seiner Stimme solch fast krude Lines hoert wie: "Frequenz, Cybertruck, Mann / Kein Benz, rauch' Ketama / Bewaffnet und sehr intelligent / Keiner fickt mit Vienna / Probier, wenn du willst / Hol mir Mila Kunis / Out of the dark, out of the dark / Bruder, bin dort, wo du nicht bist (ahh)." Unterm Strich bietet "Forever" zu viele Wegwerf- Tracks und zu wenige Highlights. "Eden", "Jubilaeum", ein paar Beat-Ideen: Das wars. Innovation? Fehlanzeige. Das altbekannte Problem bleibt: RAF Camora wiederholt seine Erfolgsformel, ohne neue Akzente zu setzen. Viel Autotune-Gewaber, viel Oberflaechlichkeit, immer wieder Frauen, Luxus, Autos und Drogen, aber kaum Neues, kaum Leidenschaft. Die Features retten, was zu retten ist, doch selbst sie wirken manchmal wie durchgeschleust. "Forever" klingt nach einem Kuenstler, der mehr an seine Marke als an seine Musik glaubt, auch genauso uninspiriert. Wer noch die Vision von damals vor Augen hat, wird hier mit ernuechternder Routine enttaeuscht. Dabei war RAF Camora ja einmal der Visionaer, der Deutschrap veraenderte. Doch heute wirkt er nur noch wie ein Schatten seiner selbst: zwar noch gross produziert, aber inhaltsleer und vom eigenen Sound gelangweilt. https://rafcamora-shop.de

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